Vor ausverkaufter Halle und bei atemberaubender Atmosphäre gelingt den Volleyballern aus Kappelrodeck der Coup gegen Konstanz. Angereist als Favoriten, mussten sich am vergangenen Samstag die Ex-Regionalligisten vom Bodensee dem kämpferischen Willen der Kappler mit 3:2 geschlagen geben. Im Vorfeld des Spiels gab Kappelrodecks Trainer Christian Pochstein seiner Mannschaft zu verstehen, dass die eigene Annahme der Schlüssel zum Spiel sein würde, wenn man das volle Potential im Angriff ausschöpfen wolle.

Der erste Satz wurde von beiden Mannschaften verhalten angegangen. Sowohl Konstanz als auch Kappelrodeck versuchten erstmal das eigene Spiel zu organisieren und zu stabilisieren. Dies gelang den Gastgebern aus Kappelrodeck schneller und so konnte man sich mit 15:11 absetzen. Dieser Vorsprung reichte aus, um sich den ersten Satz mit 25:21 zu sichern.

Nicht zu überbieten an Spannung war sicherlich der zweite Satz. Zunächst war es Konstanz, die den fahrigen Start der Kappler eiskalt ausnutzten und sich früh auf 5:11 absetzen konnten. TVK Trainer Christian Pochstein reagierte und sorgte mit der Einwechselung von Matthias Jülg dafür, dass wieder mehr Ruhe auf der Kappler Spielfeldseite einkehrte. Ein stark aufgelegter Kai Müller sorgte auf der Mitteposition für mächtig Druck im Angriff der Kappler, sodass der TVK beim Stand von 17:17 in den gewonnenen Punkten ausgleichen konnte. In einem hochspannenden Finale des zweiten Satzes vergab Kappelrodeck bei eigenem Aufschlag mehrmals die Chance auf den Satzgewinn. Dies musste teuer bezahlt werden, als der USC Konstanz II den zweiten Satz mit 31:29 gewann.

In der Satzpause galt es für den TVK, den unnötigen Satzverlust schnell abzuhaken. Wie das geht, zeigte der TVK im dritten Satz. Im Zuspiel konnte Max Hog gewohnt variabel alle Angreifer des TVK bedienen. Zusätzlich arbeiteten die Hausherren sehr aktiv in der Blocksicherung, was dazu führte, dass die Ex-Regionalligisten nie wirklich das Spielgeschehen bestimmen konnte. Der dritte Satz ging folgerichtig mit 25:19 an den TVK.

Mit der festen Überzeugung, unbedingt drei Punkte aus der Partie zu holen, ging der TVK in den vierten Durchgang. Diese Hoffnung wurde zur Mitte des Satzes stark getrübt, als Kappelrodeck völlig das Spielgeschehen entglitt. Auf den gebrochenen Spielrhythmus reagierte TVK Trainer Christian Pochstein mit drei Wechseln, um seinen Spielern vor einem unvermeidbaren fünften Satz, noch eine Pause zu geben. Der USC Konstanz II gewann den vierten Satz mit 25:17.

Im entscheidenden fünften Durchgang, der nur bis 15 Punkte gespielt wird, fanden die Kappler, durch immer lauter werdende Fans, wieder zurück ins Spiel. Schließlich war es der Kappler Außenangreifer Jonas Baßler, der die Mannschaft und Zuschauer erlöste. Der fünfte und letzte Durchgang ging verdient mit 15:12 an den TV Kappelrodeck.

Statt den erhofften drei, landen nur zwei Zähler auf dem Kappler Punktekonto. Gestärkt durch diesen Sieg reist der TVK kommendes Wochenende nach Schwenningen, um dort einem weiteren Favoriten auf den Titel das Leben schwer zu machen.

Beitrag veröffentlicht am
11. Oktober 2021

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