Zum Rückrundenstart kassierte die Volleyballauswahl des TV Kappelrodeck eine bittere 2:3 Niederlage. Zwar mussten die Kappler etwas ersatzgeschwächt anreisen, dennoch glaubte man an die eigene Favoritenrolle. Matthias Jülg vertrat an diesem Wochenende Jonas Baßler auf der Außenposition. Der TV Kippenheim präsentierte sich seinerseits mit einem sehr breiten Kader, was nicht unbedingt üblich war für die Gastgeber.

Kappelrodeck erwischte einen guten Start ins Spiel, aber auch Kippenheim zeigte direkt sein Potential. Vor allem über die Diagonalposition und über die Mitteposition waren die Gastgeber gegen Kappelrodeck erfolgreich. Dies verlangte von den Kapplern Blockspielern eine bessere Orientierung und gutes Timing bei der Blockarbeit. Taktisch setzte der TVK gegen Ende des ersten Satzes auf einen Doppelwechsel auf der Zuspiel- bzw. Diagonalposition. Mit 25:23 konnte sich der TV Kappelrodeck durchsetzen.

Im zweiten Satz wurde Kippenheim dann stärker. Um die weiterhin starken Angriffe über die Mitteposition der Kippenheimer zu entschärfen, bildeten Dennis Hodapp und Lukas Börsig regelmäßig und erfolgreich einen Doppelblock. Zum eigenen Nachteil für die Kappler entwickelte sich wieder einmal die hohe Fehlerquote bei den eigenen Aufschlägen. Eigene Satzbälle gab man mit direkten Aufschlagfehlern sofort wieder aus der Hand. Mit 27:29 musste der TVK den zweiten Satz abgeben.

Den dritten Satz begann der TVK mit einem Wechsel im Zuspiel. Für Maximilian Hog begann Max Roser. Ungeachtet des unglücklichen Satzausgangs zuvor kämpfte sich der TVK wieder ins Spiel zurück. Dafür sorgte einmal mehr Alex Weigel auf der Diagonalposition. Dies zwang Kippenheim seinerseits mit Wechseln zu reagieren. Jedoch ließen sich die Achertäler davon nicht beirren und konnten einen souveränen Satzgewinn mit 25:17 eintüten.

Dem 3-Punkte Ziel sehr nahe, legte der TVK alles daran, dies im vierten Durchgang klarzumachen. Über weite Strecken war man diesem Ziel auch nahegekommen. Allerdings stellte sich bei wichtigen Ballwechseln eine gewisse Unsicherheit in den eigenen Handlungen ein. Es schien, als ob man trotz einer 2:1 Satzführung an Selbstvertrauen verloren hätte. Die Gastgeber aus Kippenheim lauerten auf diese Chance und nutzten diese wiederum eiskalt aus. Mit 25:21 erzwangen die Gastgeber eine Entscheidung im Tie-Break.

Für den Tie-Break gehört auch immer eine gewisse Portion Glück dazu. Dies war den Kapplern Volleyballern nicht vergönnt. Allein die ersten vier Angriffe landeten direkt im Block der Gastgeber. Kippenheim dagegen gelang fast alles, was sich einer zwischenzeitlichen 3:10 Führung wiederspiegelte. Kappelrodeck gelang es bis zum Satzende lediglich einen weiteren Punkt zu erzielen.

Diese unerwartete und umso bittere Niederlage gilt es für die Kappler über die Weihnachtszeit aufzuarbeiten. Am 7. Januar 2023 empfängt der TV Kappelrodeck den SSC Karlsruhe, welche in der Hinrunde auch eher zum Pflichtprogramm gehörten. Doch aus dem Spiel gegen Kippenheim hat die Kappler-Auswahl gelernt, dass kein Team in der Oberliga zu unterschätzen ist.

Beitrag veröffentlicht am
19. Dezember 2022

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