Ein anstrengendes Wochenende liegt hinter den Volleyballern aus Kappelrodeck. Mit gleich zwei Top-Mannschaften aus der Oberliga hätte die Herausforderung für die Achertäler kaum größer sein können. Zu Gast waren die unmittelbaren Tabellenverfolger aus Mimmenhausen und Heidelberg. Insgesamt vier Punkte konnte der TV Kappelrodeck zu Hause einsammeln. Einen Trostpunkt gab es in der bitteren 2:3 Niederlage gegen Mimmenhausen (18:25, 25:19, 25:18, 24:26 und 14:16). Weitere drei Punkte waren es am Sonntag nach einer moralisch hervorragenden Leistung gegen starke Heidelberger, was mit einem 3:1 Sieg belohnt wurde (25:22, 17:25, 25:21 und 25:18). In der Hinrunde konnte der TV Kappelrodeck noch beide Mannschaften schlagen, wenngleich beide Begegnungen sehr eng waren. Hallensprecher Frank Dickerhof sorgt zusammen mit den zahlreichen Zuschauern für eine packende Stimmung in dem Volleyball-Kracher gegen Mimmenhausen. Diese begannen auch direkt sehr gut. Mit aggressiven Aufschlägen brachten die Gäste den Kappler Annahmeriegel in große Bedrängnis. Erst im zweiten Satz konnte der TVK richtig Fuß fassen. Im Block konnte Außenangreifer Jonas Baßler regelmäßiger die gegnerischen Angriffe in Schach halten und der eigene Spielfluss schien der Mannschaft insgesamt leichter von der Hand zu gehen. Auch im dritten Satz konnte der TV Kappelrodeck an seine insgesamt stabile Leistung anknüpfen. Viele verschlagene Aufschläge der Mimmenhausener zahlten auf das Kappler Punktekonto ein. Für die Achertäler bot sich nun die große Chance, mit einem Satzgewinn im vierten Durchgang die Partie für sich zu entscheiden. Für viele Zuschauer, wie auch für die Mannschaft von Trainer Christian Pochstein, war dies bei einer zwischenzeitlichen Führung von 20:14 eine reine Formsache. Was dann folgte, war für die Kappler Volleyballer nur schwer zu verdauen. Der TSV Mimmenhausen 2 entriss dem TV Kappelrodeck noch den vierten Durchgang. Das spielerische Momentum kippte nun völlig auf die Seite der Gäste. Nichtsdestotrotz hielten die Kappler bis zum Ende des fünften und entscheidenden Durchgangs alles entgegen, was das volleyballerische Repertoire hergab. Nach der äußerst bitteren Niederlage fühlte sich die Kappler Mannschaft wie der FC Schalke 04 im Jahre 2001, als den Schalkern ein sicher geglaubter Sieg durch den FC Bayern München noch genommen wurde. Doch zum Glück ist Kappel nicht Schalke, und die Mannschaft versank nicht, wie die Gelsenkirchener, im Tal der Tränen. Vor dem kniffligen Spiel gegen die Heidelberger forderte TVK Coach Pochstein nur eines von seinen Spielern, nämlich nochmal Spaß auf dem Feld zu haben. Der erste Satz verlief wie auch im Hinspiel lange ausgeglichen und Heidelberg witterte zum Ende seine Chance. Mit der Einwechslung von Mittelblocker Gregor Scheurer zog Pochstein im richtigen Moment das Ass aus dem Ärmel. Mit drei gewonnen Punkte in Folge sicherte Scheurer dem TVK den Satzgewinn. Im zweiten Durchgang machten sich die anstrengenden Ballwechsel des Vorabends bei den Kapplern bemerkbar. Konzentration und Schnelligkeit ließen auf der eigenen Feldhälfte nach. Die Heidelberger nutzen die Schwächephase der Kappler entsprechend aus. Im dritten Durchgang wechselte Pochstein auf zwei Positionen. Routinier Volker Benz ersetzte Max Roser im Zuspiel und Mittelblocker Gregor Scheurer begann für Lukas Börsig. Der taktische Wechsel bot den Vorteil, dass sich vier Akteure der Kappler Mannschaft blind verstanden. Das jahrelange und erfolgreiche Zusammenspiel von den Angreifern um Kapitän Dennis Hodapp und Alex Weigel gepaart mit Volker Benz im Zuspiel und Gregor Scheurer im Block, ließ die Kappler Mannschaft den Frust vom Vortag komplett abschütteln. Die Achertäler konnten in den Sätzen drei und vier frei aufspielen und gewannen den von TVK Coach Pochstein geforderten Spaß zurück.

Ein langes und intensives Wochenende liegt hinter dem TV Kappelrodeck. Doch viel Zeit zur Regeneration bleibt den Kapplern nicht. Bereits am nächsten Samstag empfängt der TV Kappelrodeck die TG Schwenningen. Das Spitzenspiel der Oberliga findet um 20.00 Uhr in der heimischen Achertalhalle statt.

Beitrag veröffentlicht am
14. März 2022

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