Am vergangenen Samstag war die zweite Herrenmannschaft des TV Kappelrodeck am zweiten Spieltag der Landesliga West zu Gast bei Alemannia Zähringen 2 in Freiburg. Trotz phasenweise starker Leistung musste sich das von Personalnot geplagte Team am Ende leider mit 1:3 geschlagen geben.
Schon der Start ins Spiel verlief frustrierend. Der erste Durchgang (19:25) war auf beiden Seiten von ungewohnt vielen Fehlern geprägt. Obwohl die Zähringer Kappelrodeck mit sechs bis sieben Fehlaufschlägen eigentlich regelrecht ins Spiel einluden, schaffte es der TVK nicht, daraus Kapital zu schlagen und gab den Satz fahrig aus der Hand.
Wie es eigentlich laufen sollte, bewies die Mannschaft dann eindrucksvoll im zweiten Satz. Plötzlich stimmten Rhythmus, Energie und Einsatz. Mit viel Druck über die Schnellangreifer in der Mitte und einem gut postierten, späten Block dominierte Kappelrodeck das Geschehen nach Belieben. Der deutliche 25:14-Satzgewinn zeigte auf, welches Potenzial in der Truppe steckt und dass man an diesem Tag das eigentlich überlegene Team hätte sein können.
Doch der Faden riss im Anschluss leider komplett. In den Sätzen drei und vier erlebte die Mannschaft einen spürbaren Einbruch. Die Annahme wackelte und wurde unpräzise, wodurch im Spielaufbau über die Außenpositionen kaum noch zwingende Angriffe zustande kamen. Mit den schwindenden Punkten machte sich zunehmend auch eine negative Stimmung auf dem Feld breit. In dieser Phase forderte die angespannte Personalsituation gnadenlos ihren Tribut: Ohne wichtige Stammkräfte fehlten schlichtweg die Wechseloptionen, um den Jungs auf dem Feld eine Pause zu gönnen oder neue Impulse zu setzen. Für den verletzungsbedingt fehlenden Libero Cristian Fuentes musste Philipp Zimmer einspringen. Im Zuspiel trug Marcus Schneider die alleinige Verantwortung, da sein Positionskollege Peter Bürk nicht anwesend sein konnte. Auch im Angriff machte sich das Fehlen von Alex Weigel und Marco Bruder schmerzhaft bemerkbar – die anwesenden Spieler waren durchgehend gefordert und die Kraftreserven am Ende erschöpft.
Trainer Dennis Hodapp fasste das Auf und Ab nach dem Abpfiff treffend zusammen: „Dass nicht jeder Ball ein direkter Punkt werden kann, muss uns klar sein. Wir haben unsere Überlegenheit im zweiten Satz klar gemacht, als die Energie und die Motivation am Höchstpunkt war. Am Ergebnis sieht man aber, dass wir nur dann gewinnen, wenn wir die Motivation auch über mehrere Sätze aufrecht erhalten können.“
Jetzt heißt es, die dominante Leistung aus dem zweiten Satz mitzunehmen und über ein ganzes Spiel aufs Parkett zu bringen. Die perfekte Gelegenheit dafür bietet sich bereits am kommenden Samstag beim Heimspieltag in der Achertalhalle. Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche sportbegeisterte Zuschauer aus der Region, die das Team von den Rängen unterstützen und gerade in den schwierigen Phasen den wichtigen Rückhalt geben.
Beitrag veröffentlicht am
12. Oktober 2026
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