Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Achertalhalle und mit zahlreichen Fans im Rücken hat der TV Kappelrodeck im letzten Heimspiel ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem souveränen 3:0-Erfolg (25:22, 25:22, 25:21) gegen den FT 1844 Freiburg III gelang nicht nur ein wichtiger Sieg im Kampf um die Tabellenspitze, sondern zugleich die ersehnte Revanche für die Hinspielniederlage.

Schon vor Spielbeginn hatte TVK-Coach Scheurer seine Mannschaft gewarnt. Freiburg sei unangenehm zu bespielen, arbeite viel mit gelegten Bällen hinter den Block und setze auf ein variables Angriffsspiel. Doch diese Warnung lief zunächst ins Leere. Die Gäste starteten fest entschlossen, zogen ihr schnelles Spiel konsequent auf und zeigten früh, wie hoch die Messlatte an diesem Abend liegen würde. Der TVK geriet ins Hintertreffen und musste sich erst auf die unorthodoxe Spielweise einstellen.

Doch was die Kappler in dieser Phase auszeichnete, war ihre mentale Stärke. Trotz Rückstand ließ sich das Team nicht aus der Ruhe bringen und glaubte weiter an die eigenen Qualitäten. Eine taktische Umstellung brachte schließlich die Wende: Jonas Baßler kehrte auf seine gewohnte Diagonalposition zurück, während Marcel Kraus auf Außen übernahm. Mit dieser neuen Balance im Angriff steigerte sich der TVK Punkt für Punkt. Die Annahme stabilisierte sich, das Blockspiel griff besser – und durch eine geschlossene Mannschaftsleistung sicherte sich Kappelrodeck den ersten Durchgang mit 25:22.

Auch der zweite Satz entwickelte sich zu einem echten Krimi. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball. Besonders der Kappler Abwehrriegel um Libero Nico Storz organisierte sich nun deutlich besser. Immer häufiger antizipierte die Defensive die gelegten Bälle der Freiburger rechtzeitig und verwandelte schwierige Situationen in eigene Chancen. Wieder war es das Kollektiv, das den Unterschied machte: Jeder Punkt wurde gemeinsam erarbeitet, jeder Ball gefeiert. Mit derselben Entschlossenheit wie im ersten Satz holte sich der TVK auch Durchgang zwei – erneut mit 25:22.

Die beiden intensiven Sätze schienen bei den Gästen Spuren zu hinterlassen. Freiburg musste dem hohen Tempo zunehmend Tribut zollen, während die Kappler weiter auf dem Gas blieben. Selbstbewusst, druckvoll im Aufschlag und konsequent im Angriff spielte sich der TVK im dritten Satz Schritt für Schritt ab. Die Hausherren ließen keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie und steuerten kontrolliert auf den 3:0-Erfolg zu. Mit 25:21 machte Kappelrodeck schließlich den Deckel drauf.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel in der Achertalhalle keine Grenzen. Glücklich über eine der besten Saisonleistungen feierte die Mannschaft gemeinsam mit ihren Fans drei enorm wichtige Punkte. Der überzeugende Heimsieg unterstreicht nicht nur die spielerische Qualität des TVK, sondern auch die gewachsene mentale Stärke – beste Voraussetzungen für den weiteren Kampf um die Tabellenspitze.

Beitrag veröffentlicht am
10. Februar 2026

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