Am sechsten Spieltag der Saison reiste die Mannschaft aus Kappelrodeck als Tabellenführer zur Spielgemeinschaft Sinsheim / Helmstadt. Verzichten musste man hierbei auf Kai Müller (krank), Jonas Baßler (privat) und Tom Bürk (Herren II). Der Oberliga-Neuling aus Sinsheim zeigte in den vergangenen Partien, dass sie ein ernstzunehmender Aufsteiger sind. Dementsprechend war sich die Mannschaft aus dem Achertal der Herausforderung bewusst und Trainer Christian Pochstein legte den Fokus der Trainingswoche auf Athletik und Block.

Das Spiel begann verhalten. Beide Mannschaften waren sichtlich bemüht ihren Spielrhythmus zu finden. Sinsheim gelang dies besser. Angetrieben durch die eigenen Fans und der eigenen Freude am Spiel konnte sich die Mannschaft um Janik Richter, auffälligster Akteur auf Seiten der Gäste, in einen Rausch spielen. Die Achertäler zeigten sich hiervon sichtlich beeindruckt, agierten Verhalten und fehleranfällig. Der erste Satz ging somit verdient an den Gastgeber. Trainer Pochstein fand in der Satzpause die richtigen Worte und bewies mit dem Wechsel auf drei Positionen den richtigen Riecher. Angeführt von Routinier Gregor Scheurer zeigten die Achertäler nun Initiative und kämpften sich ins Spiel. Insbesondere Matthias Jülg zeigte in dieser Phase auf der Außenposition die von Trainer Pochstein geforderte Spielfreude und rüttelte die bis dato lethargisch spielende Mannschaft wach. Das Momentum kippte und der TV Kappelrodeck erkämpfte sich viele Punkte über die Abwehr, was die Gastgeber sichtlich verunsicherte. Starke Blocks von Gregor Scheurer und Alex Weigel gepaart mit einem furios aufschlagenden Max Roser zwangen die Sinsheimer ihr Spiel umzustellen. Dies gelang ihnen nicht vollständig und Kappelrodeck erarbeitete sich den Satzausgleich.

Der dritte Satz gestaltete sich als deutliche Angelegenheit. Kappelrodeck spielte nun ausreichend stabil ihren Stiefel runter während die Gastgeber sich bemüht zeigten, Fuß zu fassen. Im vierten Satz hatten sich Sinsheim stabilisiert, sodass das Spiel nun wieder ausgeglichener war. In einem offenen Schlagabtausch konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Die Zuschauer sahen eine spannende und umkämpfte Partie. Kappelrodeck erarbeitete sich zum Satzende einen kleinen Vorsprung, den man aber nicht souverän genug nutze. Folgerichtig arbeitete sich Sinsheim wieder ran und servierte kaltblütig zum 24:24. Über eine Auszeit auf Seiten der Achertäler fokussierte Kapitän Dennis Hodapp die Mannschaft, der die Mannschaft in den entscheidenden Momenten pushte und mit seinen Aktionen auf dem Spielfeld voran ging. Sichtlich erleichtert zeigten sich die Kappler, als sie diesen denkbar knappen Satz mit 26:24 für sich entscheiden konnten und somit das Spiel gewannen.

Wenngleich das Spiel nie ein spielerisch hohes Niveau erreichte, zeigten sich die charakteristischen Merkmale beider Mannschaften. „Sinsheim ist sehr flexibel in der Anpassung und kann ihr Spielsystem spontan umstellen. Auf unserer Seite erweist sich der „Schmelztiegel“ aus den Oberliga-erfahrenen Spielern Gregor Scheurer, Dennis Hodapp und Alex Weigel und unseren unbekümmert aufspielenden jungen „Wilden“ als wirksame Mischung“, so ein sichtlich erleichterter Trainer Christian Pochstein, der sich über den sechsten Sieg seiner Mannschaft freut. Es folgt nun eine spielfreie Woche, bevor es am 13. November im Heimspiel gegen das KIT Karlsruhe geht.

Beitrag veröffentlicht am
31. Oktober 2021

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