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25.11.2017 um 12:30 Uhr
TVK-Gymnastikhalle reserviert
03.12.2017
Pfarrberghalle gesperrt
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1930 - 25-jähriges Vereinsjubiläum
Die französischen Truppen verlassen Kehl, damit endet in Baden die Besatzungszeit. In fast allen Ländern Europas herrscht als Folge des Kurssturzes an der New Yorker Börse im Vorjahr eine schwere Wirtschaftskrise
15. Juni: Feier des 25-jähriges Stiftungsfests, bei dem 45 TVK-Mitglieder die Turner-Ehrennadel erhalten, unter ihnen Ehrenmitglied Theodor Roth

1931
Leichtathletik-Hallensportfest in der Offenburger Landwirtschaftshalle
19. Juli: Nachdem der TVK am 14. März zum Ausrichter bestimmt worden war, findet das 17. Gauturnfest mit 1.250 Teilnehmern bei Regenwetter in Kappelrodeck statt. Zum ersten Mal ist das Frauenturnen vertreten: 130 Turnerinnen beteiligen sich an Wettkämpfen

1932
9. bis 11. Juli: Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage freut sich Kappelrodeck, dass der Gauturntag in Griesheim beschlossen hat, das 18. Gauturnfest wiederum im Achertal abzuhalten. Nicht nur das Wetter spielt dieses Mal mit: 56 Vereine treten mit 43 Vereinsriegen und insgesamt 841 Turnern an. Unstimmigkeiten bestehen allenfalls darüber, ob die teilnehmenden Frauen im Festzug zusammen mit ihren Vereinskollegen oder geschlossen an der Spitze des Turngaus marschieren sollen

1933
Die Machtübernahme durch die NSDAP bringt die, nicht selten freiwillig vorgenommene "Gleichschaltung" aller gesellschaftlichen Institutionen und ihre Ausrichtung nach dem sog. "Führerprinzip" mit sich, die auch von der Deutschen Turnerschaft umgesetzt wird. Die gesamte Turnjugend wurde Reichsjugendführer Baldur von Schirach unterstellt
Christi Himmelfahrt: Aus dem 1. Vorsitzenden des TVK wird nun ein "Führer": Trotz großer Bedenken lässt sich Oskar Schindler bei der Generalversammlung "um des Vereins willen" zum ersten "Vereinsführer" des TVK wählen
Teilnahme am Deutschen Turnfest in Stuttgart
1. Oktober: Wahl eines Wehrturnwarts und Antrag an die Gemeindeverwaltung, dem TVK das Turnhallengelände zu überlassen

1934
Teilnahme am 25-jährigen Stiftungsfest des TV Urloffen und Besuch des Kreisturnfests in Lichtenau
Herbst: Aufschwung der Turnerinnen-Riege

1935
Im Hinblick auf die Fertigstellung des Kappler Freibads wird eine "Schwimmabteilung" gegründet
Teilnahme beim 1. Gauturnfest des "NS-Reichsbundes für Leibesübungen" in Karlsruhe, bei dem der TVK einen Vereinspreis l. Klasse erzielt
3. November: 30-jähriges Stiftungsfest mit Alterstreffen des Ortenauer Turnkreises

1936
Mai: Nach langen Bemühungen des Vorstands überlässt die Gemeinde dem TVK das Turnhallengelände als Eigentum
August: Oskar Schindler, 1. Vorstand von 1923 bis 1936, legt sein Amt als "Vereinsführer" nieder (und wird im Dezember zum Ehrenmitglied ernannt), Franz Hodapp wird sein Nachfolger
Wie stark die NSDAP alle gesellschaftlichen Bereiche nach ihrer Ideologie ausrichtete zeigt sich z. B. daran, dass der Turner-Wahlspruch "Grosses Werk gedeiht nur durch Einigkeit" für politische Zwecke vereinnahmt wird

1937
26. Januar: Ehrenvorsitzender Erwin Köninger stirbt
28. Februar: Der 41. Kreisturntag in Freistett beschließt die Auflösung des Ortenauer Turnkreises, so dass die Achertäler Vereine aus Achern, Oberachern, Kappelrodeck und Sasbach im April dem Turngau Baden-Baden zugeordnet werden
Kreisturnfest in Gaggenau ohne Teilnahme des TVK
8. September: Auf einer Sondersitzung wird heftig debattiert, ob die Turnhalle an die Gemeinde oder die NSDAP verkauft oder ob der TVK gar aufgelöst werden soll
13. Dezember: Der Verkauf der Turnhalle wird bis auf weiteres zurückgestellt
Dezember: Die gemeinsam mit dem Gesangverein Liederkranz abgehaltene Weihnachtsfeier verläuft harmonisch

1938
Der Baubeginn des Westwalls und die Münchner Konferenz, welche die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete an Deutschland beschließt, verdeutlichen die zunehmende Militarisierung und aggressive Eroberungspolitik des NS-Regimes
Januar: Der Turnrat zieht das Verkaufsangebot für die Turnhalle zurück und beschließt eine Werbeaktion zur Gewinnung neuer aktiver und passiver Mitglieder
15. Januar: "Vereinsführer" Franz Hodapp hält bei der Generalversammlung im Bahnhofshotel eine "völkische Ansprache" über "Turnvater Jahns Leben und Wirken in vaterländischer Hinsicht"
11. Februar: Die Vereinsriege ist wieder komplett und erlebt einen allmählichen Aufschwung; bei einem Wettkampf in Oberachern belegt der TVK im Bezirk Achern den 1. Platz
4. April: Für 20 Reichsmark Miete inkl. Heizkosten hält die Kappler Ortsgruppe der NSDAP in der TVK-Turnhalle eine Kundgebung zu einer Volksabstimmung ab, bei der während der Rede nicht serviert werden darf
2. August 1938: Der langjährige Turnwart und TVK-Förderer Konrad Epple senior stirbt unerwartet
Letztes Deutsches Turnfest vor Beginn des 2. Weltkriegs in Breslau
9. bis 10. November: Pogrom der Nazis gegen Juden in ganz Deutschland und Österreich (sog. "Reichskristallnacht")
23. November: Bei der Turnratsitzung wird der Gemeindeverwaltung ein Vorkaufsrecht für die Turnhalle eingeräumt
Dezember: Oskar Schindler wird Ehrenvorstand und Josef Falk Ehrenmitglied

1939
4. März: Generalversammlung im Gasthaus "Löwen": "Es geht um die Turnhalle" wirbt die Einladung hierfür, weshalb Turner und Turnerinnen, Freunde und Gönner "in Massen" erscheinen sollen. Gründung einer Altersriege auf Vorschlag Ernst Köningers

1. September: Mit dem deutschen Angriff auf Polen beginnt der 2. Weltkrieg
Der Krieg wirkt sich auch massiv auf das Vereinsleben des TVK aus: viele Aktive werden zum Militärdienst eingezogen und mehrere TVK-Mitglieder lassen ihr Leben. Weil die deutschen Streitkräfte die Turnhalle als Verpflegungslager nutzen, ist es in den ersten Kriegsjahren besonders schwierig, den Turnbetrieb aufrecht zu erhalten. Beschränkt sich dieser bald nur noch auf die Jugend, erlahmt er später immer mehr und muss schließlich ganz eingestellt werden
23. November: "Vereinsführer" Hodapp überbringt der Gemeinde ein Schreiben, in dem ihr offiziell das Vorkaufsrecht für die Turnhalle zugesprochen wird